30. März 2021

„Eindrücke von den Praktikern gewinnen“


„Darauf können sich die Leute freuen!“, lautet das Urteil von Dr. Magnus Jung, Landtagsabgeordneter der SPD-Fraktion, der mit seiner Kollegin Heike Becker, den gerade entstehenden Wohnpark Katharina von Bora der Stiftung kreuznacher diakonie in Neunkirchen besuchte.

Gemeinsam mit der zukünftigen Einrichtungsleiterin Tina Frank, der Pflegedienstleitung Petra Schütz und der Geschäftsbereichsleitung der Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie Monika Kolling, besichtigten sie die Baustelle und hatten einige Fragen zum Konzept der zukünftigen Schwerpunkteinrichtung für Menschen mit Demenz.

„Wir schaffen eine geschützte Umgebung, in der unsere Bewohnerinnen und Bewohner frei und trotzdem sicher leben können“, fasst Kolling die Pläne zusammen. Menschen mit Demenz haben spezielle Bedürfnisse, die beim Bau und beim Pflegekonzept berücksichtigt wurden: So gibt es besonders breite Türen und Balkons, damit auch bettlägerige Seniorinnen und Senioren betreut ins Freie können, große Aufenthaltsräume, Kreativ- und Ruheräume. „Für unsere „Nachtschwärmer“ haben wir uns eine Art Nachtcafé ausgedacht, damit wir den unterschiedlichen Tag und Nacht Rhythmus zulassen können“, erklärt Frank. Damit vermeiden sie die Demenzpatienten medikamentös zur Nachtruhe zu bewegen, sondern gehen auf die individuellen Lebensweisen ein. Auch in der Cafeteria wird in die Zukunft gedacht, dort setzt man mit nachhaltigen Materialien statt Einwegprodukten auf Umweltschutz. SPD-Politikerin Becker findet das offene Konzept durchdacht: „Hier wird eine lebensnahe Umgebung für Menschen geschaffen. Als Neunkircherin macht mich das stolz, dass in meiner Stadt eine moderne Einrichtung entsteht, in der ein bewohnerorientiertes Miteinander gelebt wird.“

 

81 vollstationäre Plätze mit eingestreuter Kurzzeitpflege entstehen in der Ringstraße, inklusive 16 Plätze für die Tagespflege, zusätzlich 20 Apartments für Wohnen Plus – Wohnen mit Serviceleistungen. Als Jung von den Plätzen für die Tagespflege hört, atmet er auf: „Die sind momentan Mangelware“. Seit 2017 ist er ​Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und kennt sich mit der demografischen Struktur seiner Region gut aus. Im Landtag vertritt er die gesundheitspolitischen Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Becker und er nutzen den Tag, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Beide erkundigen sich, wie die fünf saarländischen Senioreneinrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie durch die Corona-Krise kommen, wie es mit den Impfungen läuft, wie es den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie ihren Angehörigen geht. Und die abschließende Frage: „Was sind die Wünsche an die Politik?“ Frank wünscht sich einen kurzen Draht zu den Politikerinnen und Politikern und dass die Altenpflege nach außen dargestellt wird als das, was sie wirklich ist: „Ein respektabler, ernst zu nehmender, helfender Beruf.“ Für Kolling geht es ebenfalls um die Zukunft der Pflege: „Ich wünsche mir, dass man wegkommt vom Quotendenken. Alternative und finanzierbare Personalkonzepte müssen her.“ Die beiden Politiker gehen zufrieden aus dem Termin. „Mit den Eindrücken von den Praktikern, die wir heute gewinnen konnten, können wir die richtigen Impulse geben“, so Becker.

                          aus der Pressemitteilung der Kreuznacher Diakonie (Petra Alles)





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